Schlaumeier / 1.12.2020, 12:50 Uhr
Der Schlaumeier des Tages...
"Mein Name ist Hase..." -
Karl Victor Hase (* 3. November 1834 in Jena; † 30. April 1860) war ein deutscher Jurist. Auf ihn geht die Redensart „Mein Name ist Hase“ zurück. Im Herbst 1854 gestattete ihm der Vater, an die Universität Heidelberg zu wechseln. In Heidelberg kam er mit einem Studenten in Kontakt, welcher im Duell einen anderen erschossen hatte. Später reiste dieser über die Universität Straßburg und ließ sich in der Fremdenlegion anwerben. Dazu benötigte er aber Ausweispapiere. So verlor Victor „zufällig“ seine Studentenkarte. Nachdem der Duellist die Karte nach Überquerung der Grenzen wegwarf, wurde diese gefunden und nach Heidelberg zurückgesendet. Anno 1855 stand der Student Victor von Hase vor dem Heidelberger Universitätsgericht, die Anklage lautete Fluchthilfe. Auf jede Frage antwortete er mit einem Standardsatz: "Mein Name ist Hase; ich verneine die Generalfragen; ich weiß von nichts." Aus dieser Aussage, die damals in Heidelberg schnell bekannt wurde und bald die Runde durch andere deutsche und niederländische Universitäten machte, ist die Redensart „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts“ geworden. Im Juni 1857 bestand er vor dem Appellationsgericht in Eisenach sein erstes Staatsexamen und promovierte am 27. Juli 1857 in Jena zum Doktor der Rechte.
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